Trading lernen: Das sind Möglichkeiten

Mit dem Trading zu beginnen, ist nicht so einfach. Eine Order an der Börse zu platzieren, ist nicht das schwierige, es ist jedoch wichtig zu verstehen, wie der Börsenhandel funktioniert. Nur so kann an Trading auch strategisch herangegangen werden und es gleicht keinem Glückspiel.

Vor dem ersten Börsenhandel sollten sich Neulinge im Trading daher zunächst ein wenig mit den Rahmenbedingungen des Börsenhandels befassen und die Merkmale verschiedenster Investitionsformen erlernen. Dies gelingt sowohl durch fachgerechten Content als auch einem praxisnahen Einstieg in den Handel. Die verschiedenen Varianten stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Trading Blogs bieten kostenlose Infos zum Trading an

Sie müssen Google nicht lange durchforsten, um einen Blog für Trading zu finden. Die Blogs bieten Ihnen eine breite Auswahl an Informationen, die für das eigene Trading nützlich sein kann. Das Gute: Der Content ist zu 99% kostenlos und kann von jedem gelesen werden. Sowohl Basiswissen im Trading als auch Strategien, Broker Vergleiche oder eigene Erfahrungen der Webseitenbetreiber werden auf den Blogs veröffentlicht.

Auch als Profi Trader lernen Sie nie aus. Daher eignen sich Bloginhalte ebenfalls für langjährige Trader. An dieser Stelle sind vor allem Analysen der Märkte, Strategien anderer Trader oder die Veröffentlichung von Marktnews interessante Bloginhalte.

Teilweise bieten die Trading Blogs auch Newsletter an. So verpassen Sie nie wieder, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde.

Learning by doing mit einem Demokonto

Theorie und Praxis gehen nur selten miteinander einher. Zwar wird auch das theoretische Wissen für eine gute Strategie benötigt, es bedarf jedoch auch einem Verständnis für den Börsenhandel. Dieses Verständnis erlangen Sie am besten, indem Sie direkt mit dem Trading starten – jedoch ohne Risiko! Dies gelingt durch ein Demokonto. Sie werden von diversen Brokern zur Verfügung gestellt und ermöglichen ein simultanes Trading unter Echtzeitbedingungen.

Was bedeutet das für Neulinge? Sie können einfach mal ausprobieren, ob Ihre Trading Idee funktionieren würde, ohne tatsächlich Geld zu investieren. Das bedeutet jedoch auch, dass Sie keine Rendite erhalten. Auch professionelle Trader nutzen noch regelmäßig Demokonten, um Strategien zu testen und zu schauen, ob die eigenen Ideen auch wirklich unter Echtzeitbedingungen funktionieren.

Trading Akademie: Von Profis lernen

Wie für alle Sachen im Leben gibt es auch für das Trading Weiterbildungsprogramme, die Sie sowohl an einem Standort oder Online besuchen können. Diese Angebote sind kostenpflichtig, bieten aber ein tiefgehendes Wissen an und stellen auch ein eine Verpflichtung für die Teilnehmer dar. Schließlich geht es um Geld und ggf. um eine Zertifizierung.

Tatsächlich eignen sich Trading Akademien besonders, wenn Sie einen Mentor erhalten, der Ihr persönliches Trading unterstützt. Ebenfalls können Trading Weiterbildungsmöglichkeiten sinnvoll ein, wenn Sie in eine spezielle Anlageklasse investieren möchten. So erfahren Sie von Experten, was Sie bei der Anlageklasse Aktien, Krypto oder einer anderen Anlageklasse beachten müssen.

Social Trading: Erst nachmachen und dann selbst aktiv werden

Zuletzt ist der Social Trading Ansatz noch eine gute Möglichkeit, um in der Praxis Trading zu erlernen. Hierbei handelt es sich um eine Handlungsform, bei der Sie Ihre Trading Strategie an die Strategie eines anderen Traders anpassen. Das bedeutet, dass Sie die Vorgehensweise, die Käufe- und Verkäufe sowie alle Handlungen eines Traders beobachten und anschließend nachhandeln.

Diese Form des Lernens birgt natürlich ein Risiko: Der andere Trader könnte sich irren und die Strategie könnte dementsprechend nicht aufgehen. Vorteilhaft an einer solchen Strategie ist es jedoch, dass Sie von dem Wissen eines anderen Marktteilnehmers profitieren können und so auch Ihr Wissen erweitern können. Schon bald werden Sie feststellen, dass Sie eine eigene Meinung zu den Trades entwickeln. An dieser Stelle können Sie kurz innehalten und entscheiden, ob Sie die Strategie des Traders weiterhin mitgehen oder Ihre eigene Strategie verfolgen. Das Wissen haben Sie hierfür nun.

Automatisiertes Trading per Bot

Wer erfolgreich traden möchte, steckt in der Regel viel Zeit in das eigene Depot. Das Sichten von Markt- und Kursverläufe, Analysen, die Beobachtung von lukrativen Handelsinstrumenten und vieles weitere sind Teile der täglichen Arbeiten von Profi Tradern. Nicht jeder hat jedoch so viel Zeit übrig, um sich intensiv mit den eigenen Instrumenten zu befassen. Die Lösung hierfür könnten automatisierte Trading Softwares sein. Diese lösen manuelles Trading ab und übernehmen für Sie die ganze Arbeit. Doch wie funktioniert das?

Was ist automatisiertes Trading?

Beim automatisierten Trading handeln Sie nicht mehr manuell an der Börse oder nur noch in Teilen. Einen großen Teil oder das gesamte Trading übernimmt für Sie bei dieser Trading Strategie ein Trading Software Bot und somit ein Algorithmus, der auf Ihre Trading Strategie ausgelegt ist.

Dies wird ermöglicht, indem sie Regeln bzw. Befehle definieren, wann ein An- oder Verkauf getätigt werden sollte. Auch für das Money Management und weitere strategische Ausrichtungen können Befehle aufgestellt werden.

Sobald alle Regeln definiert und programmiert sind, handelt die Trading Software in Ihrem Sinne und das ganz automatisch.

Welche Formen von automatisiertem Trading gibt es?

Grundsätzlich müssen jedoch unterschiedliche Formen des automatisierten Tradings unterschieden werden. Es ist daher möglich sich zu 100% auf die Trading Software zu verlassen oder nur einzelne Schritte zu automatisieren. So sind Trading Roboter beispielsweise nur dafür verantwortlich den Markt zu beobachten und zu analysieren – passgenau auf Ihre Befehle. Sobald es einen Fit gibt, schlägt die Software ein Signal aus. Sie selbst können dann entscheiden, ob Sie diesem nachgehen und eine Aktion durchführen oder nicht.

Somit können automatisierte Trading Softwares sowohl beratend und analysierend agieren, aber auch ausführend. Ein weiterer Schritt in Richtung der Automatisierung sind Programme, die für Sie alles bis zum Kauf oder Verkauf eines Handelsinstrumentes einleiten. Sie selbst müssen nur noch auf bestätigen klicken.

Die größte Automatisierungsstufe ist schließlich diejenige, in der Sie gar nichts mehr tun und auch der An- und Verkauf von Handelsobjekten automatisch geschieht.

Erfolgsgeheimnis: Trading ohne Emotionen

Ein großer Vorteil von automatisierten Tradings Softwares ist deren Rationalität. Bei uns Menschen spielen im Trading immer auch Emotionen eine Rolle. Haben wir Angst, dass die Aktie einbricht oder geiern wir darauf, dass die Rendite noch ein Stückchen hochgeht? Unser persönliches Empfinden spielt daher beim Handel an der Börse eine genauso große Rolle, wie die Daten selbst. Trading Softwares hingegen betrachten nur die Zahlen und können so objektiv entscheiden, ob der Verkauf oder Ankauf gerade sinnvoll ist oder nicht.

Auch eine Spekulation kann mittels Automated Trading minimiert werden. So können Sie befehlen, ab welcher Rendite wiederverkauft wird. So können Sie verhindern, dass Sie sich verspekulieren und am Ende doch Verluste einfahren, nur weil Sie noch mehr Geld haben wollten.

Welche Nachteile bietet automatisiertes Trading?

Doch nicht alles was glänzt, ist auch Gold und so sollte automatisiertes Trading auch mit Vorsicht genossen werden. Denn auch Algorithmen sind nicht fehlerfrei und so kann es durch technische Ausfälle, externe Effekte oder ähnliches auch zu Ausfällen und somit Fehlinvestitionen durch das automatisierte Trading System kommen. Wer also auf Nummer sichergehen möchte, sollte eine Mischung aus manuellem und automatisiertem Trading präferieren. Lassen Sie sich Marktdaten und Signale vom Bot schicken, überprüfen Sie diese jedoch noch einmal manuell und entscheiden Sie erst dann, welche Trading Strategie Sie wählen.

Zudem können auch Fehlerquellen beim automatisierten Trading im Zuge der Programmierung entstehen. Durch eine Überoptimierung der Software können Fehlschläge schnell passieren. Wie Sie wahrscheinlich aus der Schule oder Ausbildung wissen: Theorie und Praxis sind nicht gleich und so kann auch eine Programmierung, basierend auf theoretischen Parametern schnell einmal nach hinten losgehen. Ob Sie dieses Risiko eingehen möchten, ist Ihre Entscheidung.