Der Coworking Space kommt aus dem Sillicon Valley

Der Begriff Coworking wird ersichtlich, wenn er in seine Wortbestandteile Co und Working zerlegt wird. Insofern bedeutet Coworking übersetzt Zusammenarbeit. Um den eher profanen Begriff futuristisch zu würzen und ihm einen Subtext zu verleihen, der ihn passend für die digitale Welt macht, wurde ihm ein Space angehängt, was sich auf den Arbeitsort bezieht. Ein Coworking Space ist somit der Arbeitsort für die neue Arbeits- und Lebensweise, die ihren Ursprung im Sillicon Valley hat und sich in den letzten Jahren mit astronomischer Geschwindigkeit in den Großstädten auf der ganzen Welt verbreitet. Coworking geht weit über eine bloße Zusammenarbeit hinaus. Was Coworking bedeutet, was einen Coworking Space ausmacht und welche Vorteile er für Beschäftigte und die Wirtschaft bietet, das alles wird in diesem Artikel erläutert.

Das Konzept hinter dem Arbeits- und Organisationsmodell

Das Konzept von Coworking wird von einem großen Enthusiasmus kreativer und freischaffender Menschen getragen. Es basiert auf den Säulen Zusammenarbeit, Gemeinschaft, Nachhaltigkeit, Offenheit und Zugänglichkeit. Die grundsätzlich offenen Arbeitsräume sowie die funktionale und auch inspirierende Infrastruktur können von den Beschäftigten mit einem Mietverhältnis genutzt werden. Die Organisationsstruktur ist locker und frei von Hierarchien. Den Beschäftigten wird vertraut, während sie eigenverantwortlich und in gegenseitiger Kooperation an Projekten arbeiten können. Die in einem Coworking Space Beschäftigten rekrutieren sich größtenteils aus Freiberuflern aus dem kreativ-technologischen Bereich. Es sind moderne Menschen, welche die Vorzüge der Digitalisierung kennen und schätzen, mit den Neuerungen und Trends vertraut sind und nicht nur von der Digitalisierung profitieren, sondern diese mit ihren kreativen Ideen auch antreiben. Der Köln Coworking Space  hat auch schon unsere Domstadt erreicht, den die Mitarbeiter mit Leben füllen.

Bündelung von kreativem Potential

Ein Coworking Space hat den Anspruch, kreative Potentiale der Mitarbeiter freizusetzen und das Ideal von selbstbestimmter Individualität mit einem inspirierenden team spirit zu paaren, der mit dem deutschen Wort Teamgeist nur unzureichend beschrieben wird. Die Idee dahinter ist, wenn kreative Köpfe gemeinsam mit ähnlich begabten und interessierten Kollegen zusammenarbeiten und sich untereinander austauschen, werden Synergieeffekte erzeugt, von denen letztendlich alle Beschäftigten profitieren. So trägt jeder seinen Teil zum großen Ganzen bei, während im Endeffekt jeder Mitarbeiter bessere Ergebnisse liefert. Gewinnen wird davon auch die Gesellschaft, da aufgrund dieses Modells mehr Innovationen für Wirtschaft, Technik, Internet und vieles mehr das Licht der Welt erblicken. Zudem sind die modernen Arbeitsstätten ein idealer Nährboden für das Entstehen von Netzwerken, das heißt von Zusammenschlüssen Gleichgesinnter, die sich hier zum ersten Mal treffen und die Basis für eine langjährige fruchtbare Zusammenarbeit legen.

Leben und Arbeiten im Space

Die Organisationsstruktur von Coworking Spaces ist darauf angelegt, den Ideentausch untereinander zu fördern und eine stimulierende und motivierende Atmosphäre zu schaffen, sodass die Freischaffenden im Idealfall ständig im Flow verbleiben. Räume zum gemeinsamen Arbeiten mit Bereitstellung moderner Arbeitsmaterialien sind selbstverständlich. Dazu gehören auch Rückzugsräume für die Kreativen, wenn diese das Bedürfnis nach Einzelarbeit haben oder sich besonders konzentrieren müssen. Während Besprechungsräume, Meetingräume und Seminarräume einen funktionalen Zweck erfüllen und für gemeinsame Besprechungen, aber auch für Messen, Startup-Events und Workshops genutzt werden können, wirkt die Infrastruktur mit Features wie Dachterrassen, Cafés und Lounges bewusst stimulierend. Zum einen soll sich der Kreative mit seiner Arbeit identifizieren und diese mit großer Schaffensfreude ausüben. Zum anderen ist bei der kreativen Arbeit längst bewiesen, dass Denkern und Tüftlern die besten Ideen oftmals nicht während der bewussten Arbeit, sondern in einer Pause kommen, da sich in dieser Zeit das Unterbewusstsein mit den Herausforderungen auseinandersetzt. Der für die kreative Arbeit unschätzbare Heureka-Effekt entsteht also nicht nur in den Arbeitsräumen, sondern sogar bevorzugt in der Lounge und in der Bar.

Die Zukunft von Coworking Spaces

Coworking Spaces haben eine glänzende Zukunft vor sich, weil sie ideal zur Technologie, aber auch den Idealen des Digitalzeitalters passen. Die Arbeitswelt verändert sich, statt starren Arbeitszeiten werden flexible Modelle zunehmend nachgefragt. In diesem Kontext sind Coworking Spaces nur die konsequenteste Form der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Natürlich wurden in den letzten Jahren viele Ideen, die heute in den Manifesten der Verfechter dieser innovativen Arbeitsstruktur peroriert werden, bereits anderswo verwirklicht. Doch nach der „Erfindung“ des Modells von Coworking Spaces können diese Ideale wesentlich zielführender gebündelt werden. Die Zahl der Coworking Spaces stieg somit von 2007 bis heute von weltweit 14 auf fast 25.000. Dies geht einher mit der steigenden Anzahl an Freiberuflern, denen die Digitalisierung den Traum vom selbstbestimmten Leben erfüllt. So erhöhte sich allein in Deutschland die Zahl der Selbstständigen von 1993 bis 2013 von 533000 auf 1,2 Millionen. Der Trend ist ungebrochen.

Belgien weigert sich, flüchtigen spanischen Rapper auszuliefern.

Der 24-jährige Rapper, der eigentlich Jose Miguel Arenas Beltran heißt, sollte im Mai seine Haftstrafen von insgesamt dreieinhalb Jahren absitzen, floh aber stattdessen nach Belgien.

„Der Richter hat entschieden, dass es keine Auslieferung geben wird und alle drei Anklagen fallen gelassen“, sagte sein Anwalt Paul Bekaert Reportern vor dem Gericht in der Stadt Gent.

Bekaert sagte, der Richter habe entschieden: „Es gibt keinen Terrorismus, es gibt keine Anstiftung zum Terrorismus, also gibt es keine Frage eines Verbrechens nach belgischem Recht“.

Der Richter entschied, dass die anderen Anklagen gegen Valtonyc auch keine Auslieferung rechtfertigten, sagte Bekaert.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir endlich Gerechtigkeit gefunden haben. Wir haben lange danach gesucht, und in Spanien haben wir es nicht bekommen“, sagte Valtonyc.

„Es ist also gut, dass sie hier zu unseren Gunsten entschieden haben, dass die Meinungsfreiheit hier wichtig ist, aber ich bin sehr traurig, dass sich die Gerechtigkeit in Spanien nicht entwickelt“, sagte der Rapper.

Die Staatsanwälte sagten, sie würden gegen die Entscheidung Berufung einlegen.

Durchgreifen der Meinungsfreiheit

Der Fall Valtonyc hat die Kritik von Rechtsgruppen ausgelöst, die behaupten, dass die spanischen Behörden gegen die Meinungsfreiheit vorgehen.

Aktivisten haben die Art und Weise kritisiert, wie Staatsanwälte es übertroffen haben, Artikel 578 des Strafgesetzbuches anzuwenden, um jeden zu bestrafen, der „den Terrorismus verherrlicht“ oder die Monarchie beleidigt.

Lesen Sie mehr dazu: Spanien verhaftet einen weiteren Rapper, weil er Terrorgruppen gelobt hat.

Der Vorwurf, Terrorgruppen zu loben, stammt aus einem Lied, das sich auf das Baskenland bezog, das als ein Nicken an die separatistische Gruppe ETA verstanden wurde.

Seit 2015 ist die Zahl der nach Artikel 578 angeklagten Personen exponentiell gestiegen, was laut Amnesty allein in den letzten zwei Jahren zu 70 Verurteilungen führte.

Im Jahr 2017 wurden 39 Personen vor Gericht gestellt, weil sie den Terrorismus in sozialen Netzwerken gelobt hatten.

„Rapper für Songtexte ins Gefängnis zu schicken und politische Satire zu verbieten, zeigt, wie eng die Grenzen einer akzeptablen Online-Rede in Spanien geworden sind“, sagte Esteban Beltran, der Direktor von Amnesty International Spanien, im März.

Kristian Jarmuschek, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher

Kunstgalerien und Kunsthändler (BVDG), begrüßte den Plan zur Eröffnung einer Art Berlin Messe, argumentierte aber, dass alles von den Kosten abhängt, mit denen die Galerien am Ende konfrontiert sein werden, und fügte hinzu, dass er „große Zweifel“ hegt, dass die geplante Messe ein wirtschaftlicher Erfolg wird.

Die Kölner Messe würde in Berlin auf „fremdem Terrain“ operieren, ohne Zugang zu eigenen technischen und personellen Ressourcen, argumentierte Jarmuschek. „Ich erinnere Sie an die Bemühungen der Art Cologne, nach Mallorca zu gelangen.“

Die Art Cologne Palma de Mallorca 2007 war ein Flop, und das kostspielige Abenteuer auf spanischem Boden beendete die Karriere des damaligen Kölner Kunstregisseurs Gerard Goodrow.

Was ist das Geheimnis des Erfolgs von Köln?

Vor sieben Jahren schloss eine Berliner Kunstmesse namens art forum berlin ihre Tore. Machen Messe-Manager in Köln einen besseren Job als ihre Kollegen in Berlin? Das ist eine Frage, die sich auch Maike Cruse von ABC gestellt hat. Wird sich die boomende junge Galerieszene in der Hauptstadt die Teilnahme an der Art Berlin leisten können? Wie kann eine Berliner Kunstmesse langfristig überleben, auch aus wirtschaftlicher Sicht?

Im Gegensatz zur Koelnmesse-Gruppe ist die Eventkanzlei Cruse’s ein Konsortium von rund 50 Berliner Galerien und als solche nicht gewinnorientiert. „Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie die Art Berlin Geld verdienen wird“, sagte Cruse und fügte hinzu, dass die Verhandlungen über die Bedingungen der Zusammenarbeit im Gange sind.

Daniel Hug hat inzwischen darauf hingewiesen, dass die engere Zusammenarbeit mit Berlin ein „logischer Schritt ist, um unsere Kräfte zu bündeln und den Standort langfristig auszubauen“, da die Art Cologne zur Stärkung und Unterstützung des deutschen Kunstmarktes existiert.

Die Art Cologne öffnet am Mittwoch. Mit dem September und der Art Berlin in wenigen Monaten werden die Berliner Galeristen bald eine Entscheidung treffen müssen.

Steht in Deutschland ein kunstgerechter Krieg bevor?

Wo kann man Kunst am besten zeigen? Die Art Cologne, Deutschlands größte Kunstmesse, plant eine Expansion nach Berlin, während die Organisatoren der Art Basel Düsseldorf im Visier haben. Deutschland könnte auf einen großen Konflikt zwischen Kunstmesse-Standorten zusteuern.

Es sieht so aus, als könnte die deutsche Kunstszene einige Scharmützel erleiden, denn die Schweizer MCH Group hat angekündigt, im November in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt eine neue Messe, die ART Düsseldorf, zu eröffnen.

Der Schritt verstärkt nicht nur die seit langem bestehende Rivalität zwischen den Kunstmessen Düsseldorf und Köln, nur 50 Kilometer voneinander entfernt am Rhein. Köln scheint sich in seiner Spitzenposition unter den wohlhabenden Sammlern der Region so bedroht zu fühlen, dass Art Cologne Direktor Daniel Hug bemerkte, dass die Schweizer, wenn sie „beschließen, Außenposten in allen Ecken der Welt zu bauen, die Macht über die Kunstszene festigen werden, dass ein Großteil der regionalen Kunst vom Markt verdrängt wird“.

„Auch das ist eine Form des Kolonialismus“, sagte Hug.

Tatsächlich ist die MCH Group nicht nur eine Messegesellschaft – die Schweizer Gruppe organisiert die renommierte Art Basel, den weltweit führenden Marktplatz für zeitgenössische Kunst. Namhafte Künstler und Sammler reisen jedes Jahr nach Basel. Nirgendwo auf der Welt werden so hochrangige und teure Kunst verkauft wie in dieser Schweizer Stadt.

Die MCH gründete erfolgreiche Niederlassungen der Art Basel in Miami und Hongkong, und die Expansion geht weiter. Ein Sprecher des MCH sagte jedoch, dass der Standort Düsseldorf nicht als eine weitere Art Basel, sondern als regionale Veranstaltung geplant sei.