Alte Heilpflanzen wieder entdecken

Das Wissen um alte Heilpflanzen und auch Nutzpflanzen geht langsam aber sicher in den industriellen Staaten verloren. Zu einfach erscheint das Leben, wenn doch alles im Supermarkt jederzeit verfügbar ist und wenn es hier oder da einmal zwickt, genügt der Gang in die Apotheke. Dabei können verschiedene Nutzpflanzen oder auch Heilpflanzen viele Erkrankungen nicht nur heilen, sondern sehr gut vorbeugen.

Interesse an Anzucht steigt langsam

Zum Glück gibt es selbst in den Städten immer mehr junge Menschen, die Interesse an der alten Heilkunst haben und dem Wissen rund um alte Pflanzen. In unzähligen Büchern wurde das Wissen zusammengetragen. Es reicht von der Beschreibung der jeweiligen Pflanze bis hin zur Aufzucht und Anwendungsgebieten. Eine Vielzahl der Pflanzen kann für verschiedene Leiden eingesetzt werden oder beugt gewisse Erkrankungen schlicht weg vor. Wer sich mit dieser Thematik genauer befasst, lebt deutlich aufmerksamer. Viele sind zudem sehr überrascht, wie einfach es sein kann, sich einen Tee zu brühen oder bestimmte Wirkstoffe zu extrahieren. Dafür benötigt man nicht zwingend ein Chemielabor.

Ein Großteil der alten Heilpflanzen ist den meisten heute als Kräuter oder Gewürz bekannt. Viele wissen gar nicht, dass bestimmte Kräuter nicht nur das Essen verfeinern können, sondern dem Körper bei anderer Anwendung helfen. Zum Beispiel Basilikum. Das beliebte, frische Kraut, welches in erster Linie zu Tomaten und Mozzarella gereicht wird, kann bei Übelkeit helfen. Hierfür wird einfach ein Sud aus den Blättern angesetzt und anschließend in kleinen Schlucken getrunken. Als kleine Alternative kann auch getrockneter Basilikum in einem Teeei aufgegossen werden und auf diese Weise zu einem Tee zubereitet werden.

Oder aber Ingwer. Die alte Knolle gilt inzwischen als kleines Allerheilmittel und ist nicht nur lecker in asiatischen Gerichten, sondern wird gern bei Erkältungen angewandt. Hierfür werden dünne Scheiben von der Wurzel direkt in eine Tasse gegeben und mit kochendem Wasser übergossen. Das Ganze muss dann noch gut 10 Minuten ziehen. Für die Süße einfach ein wenig Honig hinzufügen und schon hat man einen leckeren und gesunden Tee, der gut bei Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit angewandt wird.

Hanfpflanzen erobern den Markt

Hanf galt lange Zeit ausschließlich als Droge und war daher auch ein wenig in Verruf geraten. Dabei zählt Hanf zu den ältesten Heil- und Nutzpflanzen überhaupt. Seit über 6.000 Jahren nun schon wissen die Menschen um die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe dieser Pflanze. Denn sie enthält natürlich nicht nur berauschende Wirkstoffe, sondern ebenso wichtige Stoffe, die zum Beispiel gegen Schmerzen, Entzündungen oder nervösen Leiden eingesetzt werden. Das CBD erlebt aktuell einen regelrechten Boom, denn CBD wirkt nicht psychoaktiv. Es enthält nur sehr wenig THC, meist unter 0,2 Prozent, dass die psychoaktive Wirkung nicht mehr eintreten kann. CBD wird aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen und ist in verschiedenen Darreichungsformen verfügbar. Die meisten Anwender setzen auf CBD Öl. Es ist der Handhabe einfach und zuverlässig in der Wirkung.

Was viele noch nicht wussten, ist die Tatsache, dass es Hanfpflanzen in ganz verschiedenen Sorten gibt. Im Lauf der letzten Jahrhunderte wurden zig unterschiedliche Cannabis Sorten gezüchtet, so dass es in der heutigen Zeit schwer ist, die eigentliche Urpflanze bestimmen zu können. Hintergrund der vielen Züchtungen ist natürlich der Ertrag, den eine Pflanze nach der Ernte einbringen sollte. Bei Hanf sind das die Blüten. Je mehr eine Pflanze davon ausbildet, desto ertragreicher ist die Ernte. Da die Nachfrage stetig steigt, werden heute vor allem Hybriden gezüchtet, die eine hohe Anzahl an Blüten ausbilden und somit die Nachfrage befriedigen können.

Fazit

Es gibt viele Vorteile, wenn man sich einmal etwas intensiver mit dem alten Wissen rund um Heil- und Nutzpflanzen auseinandersetzt. Wer sich mit den Wirkstoffen und den Einsatzgebieten besser auskennt, weiß nämlich, dass es nicht nur Kräuter für die Küche sind, sondern eben auch für ein besseres Wohlbefinden.

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